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01.09.2015 Mehr Qualität im offenen Ganztag - Mehr Chancen auf Gute Bildung sicher stellen

Der Rat der Stadt Münster möge beschließen:

 Die Verwaltung wird beauftragt:  

  1. Zur Weiterentwicklung des bestehenden Konzepts "Offene Ganztagsschule" nimmt die Verwaltung Gespräche u.a. mit den Münsteranern Hochschulen auf, um zu prüfen, inwiefern dauerhafte Kooperationen mit unterschiedlichen Studienfachrichtungen möglich sind, die zukünftige Lehr- und sozialpädagogische Kräfte ausbilden, damit Lehramtsstudierende sich an der inhaltlichen Begleitung der OGS im Rahmen eines studienbegleitenden Praktikums beteiligen.    
  2. Die individuelle Förderung der Kinder, die ihre Interessen, Stärken und persönliche Fähigkeiten berücksichtigt, wird ausgebaut. Neben der vielfach unerlässlichen Sprachförderung wird das Augenmerk auf gezielte Förderung im Bereich der Naturwissenschaften (MINT-Bildung) als verlässlichen Bestandteil des Nachmittags gelegt, die Neugier wecken und zum eigenständigen Experimentieren führen soll. Als Beispiel kann hier der Q.UNI Camp dienen, der als naturwissenschaftliche Entdeckungsreise für Grundschulkinder und Jugendliche konzipiert wurde.  

 

Begründung:

Seit der Einführung der offenen Ganztagsschulen vor gut zehn Jahren sind neue Bedarfe entstanden, die eine Neuausrichtung und Weiterentwicklung des bisherigen OGS-Modells erforderlich machen. Der vielfache Elternwunsch ist, dass die Kinder qualitativ und gezielt gefördert werden. Zudem stehen die OGS vor einer neuen Aufgabe, zur Integration der aus anderen Ländern zugereisten oder geflüchteten Kindern beizutragen.

InMünster beteiligen sich zurzeit (Schuljahr 2014/2015) 45 Grund- und Förderschulen an der OGS, an denen 4.645 Plätze zur Verfügung stehen. Berücksichtigt werden müssen die neuen Schülerprognosen, die bis zum Schuljahr 2020/21 von einem Zuwachs von rd. 1200 Schülerinnen und Schülern ausgehen. (s. V/0111/2015 „Schülerprognose für die städtischen Grundschulen und sich daraus ergebende Handlungsbedarfe"). Die unterschiedlichen Bedarfe werden ebenfalls steigern.

Individuelle Förderung der Kinder, so wie sie im Idealfall gedacht ist, scheitert oft am fehlenden qualifizierten Personal. Basierend auf dem Gedanken, der in der Verwaltung diskutiert wird, den stets steigenden Bedarf an sprachlicher Förderung über Studierende mit dem Schwerpunkt DaF (Deutsch als Fremdsprache) zumindest teilweise zu decken, bietet sich an, eine solche Förderung auch auf andere Bereiche auszudehnen. Die Verwaltung soll daher prüfen, inwiefern es umsetzbar wäre, Lehramtsstudierende in die inhaltliche Betreuung am offenen Ganztag im Rahmen eines berufsbegleitenden Praktikums dauerhaft einzubinden.

Die Attraktivität der OGS muss dabei gewährleistet werden. Gerade der Ganztag bietet viele lernunterstützende Möglichkeiten, Situationen zu schaffen, in denen sich Kinder ausprobieren können. Mädchen und Jungen mit höherem Förderbedarf können sich so öfter als Könner erleben, wenn sie gezielt ihren eigenen Interessen nachgehen dürfen. Ebenfalls kann der individuelle Lernprozess bei den Kindern optimal unterstützt werden, die über das in der Schule Gelernte hinaus wollen. Insbesondere die MINT-Fächer, die sich sehr gut zum selbständigen Experimentieren eigenen, zeigen laut Studie des SINUS-Projekts ein deutliches Unterangebot im außerschulischen Bereich von Primarschulen. Hier kann in Kooperation mit den Münsteranern Hochschulen ein dauerhaftes Angebot für den OGS-Bereich geschaffen werden, ähnlich dem Q.UNI Camp, mit dem die WWU bereits seit Jahren ein stetig wachsendes, bundesweit einzigartiges Programm für Kinder und Jugendliche verschiedenster Altersklassen – von der Kita bis zur Oberstufe, vom ersten Entdecken bis hin zur Unterstützung bei Hausarbeiten und Abiturvorbereitung bietet. Mit zahlreichen Attraktionen und Seminaren sollen Grundschulkinder und Jugendliche dazu angeregt werden, selbst die Welt zu erkunden und die Wissenschaft hautnah zu erleben. Erfolgreiche Formate wie das Experimentierlabor "MExLab ExperiMINTe" oder die Materialsammlung "Klasse(n)kisten" könnten dauerhaft als Lernangebot im Rahmen des OGS ihren Platz finden. Die OGS wird den Kindern gerechter, wenn sie nach dem Prinzip „Fördern und Fordern" konzipiert wird. Für MINT-Forschung können die vorhandenen Räumlichkeiten genutzt werden, da die Klassen in diesem Fall multifunktional problemlos zur Verfügung stehen,

 

 

   
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