Eine Markthalle für Münster?

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CDU findet die Idee sympathisch, will aber den Wochenmarkt nicht schwächen
 
In der Rathaus-CDU gibt es Sympathie für eine Markthalle in Münster. „Markthallen sind sehr beliebt, bereichern jedes Stadtquartier und die ganze Stadt“, so der Fraktionsvorsitzende Stefan Weber, „wir wollen aber auf keinen Fall den beliebten Wochenmarkt auf dem Domplatz schwächen.“ CDU-Ratsherr Stefan Leschniok hat mit Vertretern der Marktbeschicker bereits ein erstes Gespräch geführt, in dem man vereinbarte, die auch in der Stadtgesellschaft zirkulierende Markthallen-Idee weiter zu besprechen, bevor die CDU einen offiziellen Ratsantrag einbringt.
 
Markthallen schließen bereits in anderen Städten eine Lücke in Zeiten sterbender Tante-Emma-Läden und alteingesessener Feinkostgeschäfte. Sie sind ein Wirtschaftsfaktor, bieten klein- und mittelständischen Handelsbetrieben und Dienstleistern eine Existenzgrundlage. Die Überlegungen in der CDU gehen dahin, in einer zentral gelegenen Markthalle einen Mix aus kulinarischen Spezialitäten, gastronomischen Manufakturen, Craftbier-Szene, Kultur und handwerklichen Erzeugnissen unterzubringen. Regionale Angebote und Erzeugnisse sollen einen festen Platz finden. Spanische Tapas-Bars, Food-Festivals, Kurse und Kochshows kann es geben. Markenzeichen muss besondere Frische bei hochwertiger Qualität sein. Beispiele für gute Konzepte liefern die Markthalle Köln im Belgischen Viertel, in Stuttgart, Berlin- Kreuzberg, Krefeld oder Kassel.
 
Es gibt noch keine Festlegungen, wo eine Markthalle für Münster errichtet werden könnte, auch wenn in der Bürgerschaft schon vom Hörsterplatz oder dem Hafen die Rede ist. „Das muss alles sorgfältig geprüft werden, ebenso wie ein passendes Betreibermodell“, so CDU-Fraktionschef Stefan Weber.