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16.04.2013: Wichtig ist auch rund um den Platz - Perspektiven für Bundesligafußball in Münster
Änderungsantrag zur Vorlage V/0168/2013
„Städtisches Stadion Hammer Straße - Entsperrung von Finanzmitteln; weitere Sanierungsmaßnahmen“


Der Rat der Stadt Münster möge beschließen:

Punkt 1 Neu: Die Verwaltung wird beauftragt, die weiteren Voraussetzungen für den Spielbetrieb des SC Preußen Münsters in einem sicheren und voll funktionsfähigen städtischen Stadion an der Hammer Straße zu erhalten bzw. zu schaffen.

Punkt 2 Neu: Der Traditionsstandort Hammer Straße ist so zu gestalten, dass der SC Preußen dort dauerhaft wirtschaftlich und sportlich erfolgreich seinen Spielbetrieb durchführen kann. Die Stadtverwaltung schlägt dem Rat rechtssichere Finanzierungs- bzw. Betreibermodelle vor, die klare und realistische Perspektiven für folgende Ziele eröffnen:        

-    Schrittweiser Umbau des Sportstadions in ein modernes Fußballstadion. Dazu sollen die Kurven bzw. die Gegengerade abschnittsweise modernisiert und an das Spielfeld herangezogen werden. Der Einsatz von Stahlrohrtribünen ist zu prüfen.
-    Es soll eine rasche Prüfung erfolgen, ob und welche Finanzmittel direkt  in  die  Kurvenmodernisierung fließen können anstatt in geplante Sanierungsmaßnahmen der jetzigen Kurvenbereiche
-    sofortige Beseitigung der Sicherheitsmängel
-    Bei der Priorisierung der Maßnahmen, so der Reihenfolge der Tribünensanierung, sollen die Interessen der Heimfans vorrangig berücksichtigt werden.
-    ob und wie die Erreichbarkeit des Stadions für Heim- und Auswärtsfans verbessert werden kann, so über die dauerhafte Einrichtung eines Shuttleservices.
-    ob und wann die Errichtung eines Bahnhaltepunktes möglich ist. 

Punkt Alt 1 wird Punkt Neu 3
Punkt Alt 2 wird Punkt Neu 4
Punkt Alt 3 wird Punkt Neu 5

Punkt 6 Neu: Der Standort Nieberdingstraße bleibt dabei eine Zukunftsoption für ein neues Fußballstadion, das zu einem späteren Zeitpunkt durch privat getragenes finanzielles Engagement errichtet werden kann.

Begründung:
Der aktuelle Zustand des städtischen Stadions an der Hammer Straße basiert nicht auf konkreten, aktiven Beschlusslagen des Rates, sondern ist Folge von gescheiterten Plänen, Projekten und Offerten. Seit fast 25 Jahren wird nach Wegen gesucht, das Stadion an der Hammer Straße zu einer modernen, den aktuellen Bestimmungen und Erfordernissen entsprechende und vor allem auf die Zuschauer ausgerichtete Sportstätte zu entwickeln. Die im Jahr 2000 ausgehandelte und realisationsfertige Variante, gemeinsam mit einem Investor am alten Strandort ein ganz neues Fußballstadion zu bekommen, führte zu einem weitgehenden Stopp der Bauunterhaltungsmaßnahmen im alten Stadion. Das Scheitern des Projektes durch Gerichtsurteil, das weitere Ausloten von Neubauvarianten im Stadtgebiet Münsters, sicher aber auch der Abstieg des SC Preußen Münster im Jahr 2006 in die vierte Spielklasse haben bis heute einen großen Investitionsstau entstehen lassen.

Die Situation konnte seither allerdings deutlich verbessert werden. Die neue Sitzplatztribüne, die Überdachung der Gegengerade, eine neue Rasenfläche sowie die Umsetzung der von der DFL vorgeschriebenen Maßnahmen, wie z.B. Flutlichtanlagenerneuerung, auf der baulichen Seite, der Aufstieg in die Dritte Liga und der aktuelle Kampf um den weiteren Aufstieg in die Zweite Bundesliga auf der sportlichen Seite haben die deutliche Veränderung der Situation bewirkt. Rund 8.500 Besucherinnen und Besucher pro Spiel, eine ständige Medienpräsenz in Fernsehen, Funk und Printmedien unterstreichen die gestiegene Bedeutung der Fußballs in Münster, zugleich aber auch aber auch die gestiegenen Anforderungen an einen öffentlichen Veranstaltungsort wie das Preußenstadion.
Daher sehen wir die Stadt Münster als Eigentümerin des Stadions in der Pflicht, die Bedingungen für die Zuschauerinnen und Zuschauer im Stadion zu verbessern und an moderne Anforderungen heranzuführen, wie dies auch in anderen Einrichtungen, wie beispielsweise das Theater oder die Halle Münsterland, üblich ist. Die sehr guten Erfahrungen bei der Kooperation mit dem Verein Preußen Münster sowohl beim Neubau der Tribüne oder der Baumaßnahme Flutlichtanlage sowie neuer Rasen lassen keinen Zweifel an der erfolgreichen gemeinsamen Umsetzung von formulierten Zielen.

Mit der Übernahme der Bauherrenschaft, der Einbringung von erheblichen Sach-, Personal- und Finanzleistungen hat der SCP bislang spürbar zum Werterhalt bzw. der Wertsteigerung der städtischen Immobilie beigetragen. Die Tatsache, dass wertsteigernde Maßnahmen, wie der Neubau der Sitzplatztribüne, zu größerem Erfolg bei der sportlichen und wirtschaftlichen Arbeit des Vereins führen können, sollte nicht zum Trugschluss gereichen, dass die Stadt Münster damit Profisport unterstützt. Die in den vergangenen Jahren beständig gestiegenen Zuschauerzahlen sowie der sichtbare Verschleiß erheblicher Bereiche des Stadions haben, wie von der Verwaltung vorgeschlagen und deutlich gemacht, zu einem akuten Handlungsdruck bei der Beseitigung von Sicherheitsmängeln geführt. Die öffentlich sehr kritisch diskutierte Verzögerung bei der Freigabe der dafür benötigten Finanzmittel durch den Rat der Stadt Münster, aber auch die von der Fachverwaltung erarbeitete Sanierungsliste für die kommenden Jahre haben die besondere Verantwortung der Stadt Münster gegenüber ihrer Immobilie unterstrichen.

Die modulare Sanierung eines städtischen Stadions sollte auch nicht zu einer Neiddebatte unter den münsterschen Sportvereinen führen. Denn Breiten- und Spitzensport bedingen sich gegenseitig, profitieren in hohem Maß voneinander und schaffen Synergien für die gesamte Sportentwicklung unserer Region.  Schulsport und Breitensport sind die Basis für Spitzensport, der  seine Aktiven aus der großen Masse der anfänglichen Breitensportler gewinnt. Über die sportlichen Vorbilder werden neue Aktive und Mitglieder gewonnen und damit hat Leistungssport in Münster eine große Bedeutung für die Nachwuchsförderung und den gesamten Sportstandort. Das Vorhalten eines zeitgemäßen Stadions für den SC Preußen Münster ist daher ein integraler Bestandteil der münsterschen Sportpolitik.
Daher sollen nun, analog zu den schon erfolgreich umgesetzten Kooperationsmodellen mit dem SCP, die Weichen zu einem schrittweisen Umbau des Stadions gestellt werden. Dazu müssen rechtssichere Finanzierungs- bzw. Betreibermodelle gefunden werden.        

   
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